Südafrika Roadtrip

Südafrika Roadtrip

In 3 Wochen mit dem Auto durch Südafrika

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Nach einem langen Jahr ohne viel Urlaub, haben wir uns diesen Herbst dazu entschieden Südafrika zu bereisen. Recherchiert man im Internet nach Südafrika wird einem schnell klar, dass dieses Land extrem vielseitig ist. Neben einer grandiosen Tierwelt bekommt man eine atemberaubende Landschaft geboten. Angefangen von dichtem Waldgebieten, Gebirgsketten bis hin zu traumhaften Stränden, bietet Südafrika nahezu für jeden Geschmack etwas. Unsere Route haben wir daher wieder ähnlich wie auf unserer Sri Lanka Rundreise in die Themen Tiere, Landschaft und Kultur aufgeteilt. Als zeitlichen Rahmen haben wir uns 3 Wochen gesteckt bzw. sind wir 22 Tage unterwegs gewesen. Wenn man an der einen oder anderen Stelle einen Tag Aufenthalt einspart, bekommt man den Trip mit nur 20 Tagen Reisezeit ebenso hin.

Die einzelnen Etappen unseres Roadtrips

Unsere Berichte zu den einzelnen Etappen des Roadtrips gibt es hier

SABIE – HOEDSPRUIT (MARULENG)KRÜGER NPHLUWHLUWE NPADDO ELEFANT PARKTSITSIKAMMA NPKNYSNACAPE AGULHASHERMANUSSTELLENBOSCHKAPSTADT

 

Mit dem Auto unterwegs im südafrikanischen Verkehr

In Südafrika herrscht Linksverkehr. Das bedeutet man fährt auf der linken Seite und überholt auf der rechten Seite. Die Umgewöhnung viel uns nicht schwer und wir hatten nach knapp einem Tag keinerlei Probleme mehr. Viel mehr haben wir mit unserem Blinkhebel, der im Renault Kwid auf der rechten Seite angebracht war, zu kämpfen. Instinktiv blinkten wir daher des Öfteren mit dem Scheibenwischer. Aber auch daran gewöhnten wir uns nach ein paar Tagen und es lief danach alles reibungslos. Innerorts beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit 60 km/h, auf Landstraßen 100 km/h und auf Nationalstraßen 120 km/h. Man sollte sich auch an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten – wir haben einige Verkehrskontrollen mitbekommen und die Geldstrafen für zu schnelles Fahren sind relativ hoch. Ansonsten muss man beachten, dass es in Südafrika kein Rechts vor Links gibt. Dafür gibt es häufig four-way stops: Hier muss jeder anhalten und wer zuerst an der Kreuzung war, darf zuerst fahren. Das funktioniert erstaunlich gut.

Generell haben wir das Fahren in Südafrika als sehr angenehm empfunden. Die Leute fahren rücksichtsvoll und lassen den Schnelleren überholen, indem sie auf den Seitenstreifen ausweichen. Nach einem Überholen bedankt man sich mit einem kurzen „Warnblinken“ und der Überholte gibt Lichthupe.

Ansonsten haben wir darauf geachtet, dass wir unbekannte Strecken nicht bei Nacht gefahren sind bzw. haben in den Unterkünften nachgefragt, welche Strecken man in der Dunkelheit fahren kann. Außerdem sollte man mit verriegelten Türen fahren und keine Sachen sichtbar im Auto liegen lassen.

Mietwagen auf unserer Südafrika-Reise

Unseren Mietwagen haben wir über das Portal billiger-mietwagen gebucht. Dort mieteten wir je zwei Mietwagen von Hertz, was reibungslos verlief. Wir hatten einen internationalen Führerschein dabei, den man aber für das Automieten nicht benötigt. Hierzu braucht man nur Reisepass und den normalen Führerschein.
Auf dem ersten Teil unserer Reise, von Johannesburg nach Durban, waren wir mit einem Renault Kwid unterwegs. Im Nachhinein hätten wir uns eine größere Kategorie mieten sollen. Nicht weil das Auto zu klein war, sondern weil der Kwid bergauf kaum noch vorwärts ging. Im 5 Gang hatten wir beinahe die Befürchtung, dass wir rückwärts fahren. Außerdem macht es für die Nationalparks, wie Krüger und Hluhluwe, wegen der Dirt Roads und der besseren Sitzhöhe schon Sinn einen kleinen SUV zu nutzen. Nach 2 Nationalparks und der Panoramaroute waren wir froh das Auto wieder heil abzugeben. Auf dem 2. Teil unseres Roadtrips, von Durban nach Kapstadt, haben wir von Hertz einen Honda Jazz zur Verfügung gestellt bekommen. Der Honda war dem Kwid in allen Belangen meilenweit überlegen. Schade, dass wir den kleinen Flitzer nicht schon auf dem ersten Teil unseres Roadtrips hatten.

Blick auf den Tafelberg

Blick auf den Tafelberg

Flug nach Südafrika

Unsere Flüge haben wir über das Portal Skyscanner gesucht und gefunden. Ziel war es unseren Roadtrip in Johannesburg zu starten und in Kapstadt zu beenden. Schnell wurde klar, dass Direktflüge ca. 300 € teurer als Gabelflüge angeboten wurden – wir haben die Flüge aber erst 2 Monate vor Reisebeginn gebucht. Daher haben wir uns für einen Gabelflug und das Angebot der Kooperation von IBERIA und British Airways entschieden. Nach Johannesburg sind wir mit IBERIA von Frankfurt über Madrid nach Johannesburg geflogen und auf dem Rückflug sind wir mit British Airways von Kapstadt über London nach Frankfurt geflogen. Bis auf ein nicht genießbares vegetarisches Gericht mit der spanischen Airline und einem Hydraulik-Ausfall in London lief eigentlich alles reibungslos. Die technischen Probleme kosteten uns ca. 2 Stunden auf dem Rückweg.

Innerhalb Südafrikas sind wir von Durban nach Port Elisabeth mit South African Air geflogen. Der Flug startete pünktlich und verlief ohne Komplikationen, so dass wir pünktlich in Port Elisabeth gelandet sind.

Reiseführer auf unserem Südafrika Roadtrip

Diesmal hatten wir den Reiseführer von Stefan Loose und den Reise Know How dabei. Wir fanden den Reise Know How etwas besser und würden diesen bevorzugen, wenn wir uns für einen entscheiden müssten.

Er war unserer Meinung nach sinnvoller aufgebaut und lieferte z.T. mehr Informationen, z. B. für das Befahren der Panorama Route und hatte einen ausführlichen Exkurs über die Tier- und Pflanzenwelt Südafrikas. Aber generell war es wieder praktisch mit 2 Reiseführern zu reisen, um möglichst viel Input und Infos zu erhalten.

Malaria

Unsere Reisezeit war der südafrikanische Frühling, wo noch nicht allzu viele Mücken unterwegs sind. Somit haben wir keine Malariaprophylaxe eingenommen. Dies war für uns auch im Nachhinein die richtige Entscheidung, da wir kaum Mückenstiche hatten und sich das Malariarisiko nur auf Teile des Krügerparks und Gebiete der Provinz Kwazulu-Natal erstreckt. Im Krüger haben wir am Abend – im Gegensatz zu fast allen anderen Übernachtungsgästen – auf lange Kleidung und geschlossene Schuhe geachtet. Das Mückenspray Peaceful Sleep gibt es außerdem in fast jedem Supermarkt zu kaufen. Wir hatten auch ein Reisemoskitonetz dabei, das aber nicht zum Einsatz kam – mangels Mücken und meist auch mangels Befestigungsmöglichkeiten.

Unterkünfte auf unserem Südafrika Roadtrip

Sabie -Forest View Guesthouse

Unsere erste Nacht auf unserer Reise verbrachten wir in Sabie. Unser Zimmer im Sabie Forest View Guesthouse war sehr sauber und vor allem sehr geräumig. Durch die großen Fensterfronten hat man einen schönen Ausblick auf das umliegende Waldgebiet. Das Guesthouse liegt sehr zentral, so dass man zu Fuß Supermarkt und mehrere Restaurants erreichen kann. Wir haben im leckeren Wild Fig Tree Restaurant gegessen.

Hoedspruit – Raptors Lodge

Wir haben dort eine Nacht vor unserer Anreise in den Krüger Nationalpark verbracht, den man von Hoedspruit aus super schnell erreicht. Die Logde liegt in einer Anlage mit mehreren Gästehäusern. Sie ist sehr schön eingerichtet, sehr sauber und verfügt sogar über eine Waschmaschine.

Krüger National Park

In Südafrika werden alle Nationalparks zentral über die Institution Sanparks verwaltet. Man muss sich etwas durch die umständliche Homepage kämpfen, aber nur dort kann man die Unterkünfte innerhalb der Nationalparks buchen. Da die Unterkünfte im Krüger relativ schnell ausgebucht sind, sollte man sich bei der Reiseplanung möglichst frühzeitig um die Reservierung kümmern. Wir haben uns für die Camps Olifants, Skukuza und Pretoriuskop entschieden. Alle Rest Camps haben eine Tankstelle, einen Supermarkt und Parkplätze direkt vor den Bungalows. Wir hatten je nach Verfügbarkeit Bungalows mit Bett, Bad und Küche oder auch nur mit Bett. Aber auch die einfachen Bungalows haben einen Grill und einen Kühlschrank.
Da wir gelesen hatten, dass das Olifants eines der schönsten Restcamps sein soll, haben wir dort die erste Nacht verbracht. In den Krüger sind wir über das Phalaborwa Gate gefahren, da dies relativ nahe am Olifants liegt. Dort hatten wir ein Bungalow mit grandiosen Blick auf den Nationalpark. Abends konnten wir Elefanten und Nilpferde beim Trinken und Planschen zuschauen.

Unsere zweite Station war das Skukuza Restcamp. Mit einem eigenen Flughafen, ist dieses Restcamp das Größte des Krüger Parks und bei Weitem nicht so gemütlich wie das Olifants. Hier haben wir in einem Bungalow mit eigener Terrasse und Outdoor Küche geschlafen. Auf der Terrasse des Restaurants hat man einen schönen Blick auf den Fluss. Das Restaurant ist nicht besonderes gut, aber auch nicht besonders schlecht.

Unsere letzte Station im Krüger Park verbrachten wir im Pretoriuskop Restcamp. Hier hatten wir unser kleinstes Bungalow im Krüger Park. Bei gutem Wetter ist dies auch mehr als ausreichend. Jedoch haben wir auf Grund des strömenden Regens unserer überdachten Terrasse nachgetrauert und mussten unsere Grillsession auf den nächsten Tag verschieben und durften auf die Fast Food Kette Wimpys innerhalb des Camps ausweichen.

Hluwhluwe National Park

In Hluwhluwe hatten wir Unterkünfte außerhalb des Nationalparks gewählt. Da unsere bevorzugten Gästehäuser ausgebucht waren, mussten wir unseren Aufenthalt auf zwei Unterkünfte splitten. Hier haben wir uns für die erste Nacht für das Ama Zulu Guesthouse und für die weiteren zwei Nächte für die Zululand Safari Lodge entschieden.

Das Ama Zulu Guesthouse ist stilvoll mit afrikanischen Kunstgegenständen eingerichtet. Es gibt eine Outdoorküche, 2 Pools und insgesamt ist die Außenanlage wirklich schön angelegt. Wir hatten das Zebra-Zimmer, das auch entsprechend eingerichtet war. Dieses Zimmer ist etwas dunkel, da es nur eine Glastüre als Fenster hat, daher aber auch günstiger als die übrigen Zimmer. Die Betreiber waren sehr nett und hilfsbereit, haben uns aber eine Stunde zu früh in den Hluhluwe-Park geschickt – um 5 Uhr statt um 6 Uhr…

Zwei weitere Nächte haben wir in der Zululand Safari Lodge übernachtet, die im Ubizane Private Reserve liegt und in unmittelbarer Nähe zum Hluhluwe Gate. Dort gibt es u.a. Zebras, Antilopen und Giraffen. Wir hatten ein schönes Rundbungalow, von dem aus man häufig Zebras und Impalas beobachten konnte, was natürlich schon seinen Charme hat. Etwas umständlich war, dass man immer über eine sehr grob geschotterte Dirt Road zum Essen in das Schwesternhotel fahren mussten. Trotz der tollen Lage konnte uns die Unterkunft im Preis-Leistungsverhältnis nicht ganz überzeugen, zumal es eine unserer teuersten Unterkünfte auf unserer Reise war.

Zululand Safari Lodge - Hluhluwe

Zululand Safari Lodge – Hluhluwe

Addo – Happy Land B&B

Das Guesthouse liegt mitten in der Orangenplantage der Besitzer. Unser Zimmer war super schön eingerichtet und sehr groß. Außerdem gab es einen wunderschön angelegten Garten, in dem es überall nach Rosen duftete. Über die sehr netten und hilfsbereiten Besitzer haben wir dort eine Ganztages-Safari in den Addo gebucht. Das Frühstück war sehr lecker und ausgiebig. Unterkunft und Safari sind sehr empfehlenswert.

Hermanus/Kleinmond – Villachad Guesthouse

Das Villachad Guesthouse war die schönste Unterkunft unserer gesamten Reise. Das gesamte Haus ist toll eingerichtet und jedes Zimmer ist unterschiedlich gestaltet. Die Gastgeberin war sehr nett und stand uns für alle Fragen zur Verfügung. Das Frühstück ist ebenfalls sehr gut und wird bei gutem Wetter im traumhaft angelegten Garten serviert. Wir wären gerne noch einen Tag länger geblieben.

Tsitsikamma National Park – Storms River Mouth Rest Camp

Auch die Unterkünfte im Storms River Mouth Restcamp haben wir wieder über Sanparks gebucht. Leider konnten wir nur eine Nacht in einem Chalet unterkommen. Das Mobiliar ist zwar nicht mehr auf dem absolut neusten Stand, aber es war sehr sauber und wir hatten einen wunderbaren Ausblick aufs Meer. Das sehr geräumige Chalet verfügte über ein Schlafzimmer, Bad, Wohnzimmer, Küche und Balkon.
Die 2. Nacht haben wir in einem Forest Hut Bungalow geschlafen. Im Bungalow gab es 2 Betten, eine kleine Küchenzeile mit Utensilien.

Chalet im Tsitsikamma National Park

Chalet im Tsitsikamma National Park

Stellenbosch – Banghoek Place

Der Banghoek Place war das einzigste Hostel unserer Reise. Das Hostel liegt gut in Zentrumsnähe, ist aber etwas in die Jahre gekommen. Die Einrichtung war schon etwas abgerockt, aber für eine Nacht war es völlig okay.

Knysna – Panorama Lodge

Das Guesthouse liegt am Berg mit Blick auf die Lagune. Das sehr schön eingerichtete Zebra Zimmer verfügte über eine Küchenzeile, eine Couch und einem Doppelbett. Die deutschsprachigen Gastgeber sind sehr engagiert und stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Kapstadt – Sweet Orange

Das Guesthouse ist gut gelegen und wir hatten ein sehr schönes, großes Zimmer mit Safe. Leider war das Haus sehr hellhörig – spätestens wenn morgens die Angestellten kamen, war man wach (wir hatten das Zimmer direkt neben der Eingangstür). Dafür gab es ein wirklich leckeres Frühstück – es gab sogar richtige Brötchen und nicht nur Toast.
Was wir nicht berücksichtig hatten war, dass es keine bewachten Parkplätze gibt. Der Parkplatz direkt vor der Tür wurde meist von den Angestellten genutzt, so dass wir unseren Parkplatz in der anliegenden Straße suchen mussten. Durch ein Einbruch im Nachbarzimmer wurde unser Aufenthalt leider etwas getrübt. Der Einbrecher hat dem Gast die Geldbörse und das Handy gestohlen. Glücklicherweise ist dem Gast nichts passiert, aber wir waren natürlich alle geschockt und fühlten uns von da an in diesem Guesthouse nicht mehr sicher. Nach dem Einbruch hat es sehr lange gedauert, bis jemand aus dem Management gekommen ist um sich dieser Sache anzunehmen –  mit uns wurde gar nicht gesprochen. Wir wurden von der betroffenen Reisegruppe informiert, dass in der Nacht kommenden Nacht ein Guard bestellt wurde. Ohne den Einbruch wäre es sicher ein schöner Aufenthalt gewesen, so hat er leider einen faden Beigeschmack hinterlassen.

Kapstadt – Cape Nelson Guest House

Das Cape Nelson Guest House liegt ebenfalls in Sea Point. Unser Zimmer war zwar sehr klein, aber schön eingerichtet und sauber. Die Guesthouse-Besitzerin war sehr nett und gab allen Gästen reichlich Tipps zur Besichtung Kapstadts. Nach dem Vorfall im Sweet Orange Guesthouse haben wir hier natürlich auch besonders auf die Sicherheitsvorrichtungen geachtet. Das Haus ist durch ein abgeschlossenes Tor gesichert und hat 2 Parkplätze direkt vor der Tür – wir haben uns hier sicher und wohl gefühlt. Das sehr leckere Frühstück wird hier von der Besitzerin selbst serviert.

Meine Fotoausrüstung für Südafrika

Wieder einmal wollten wir auf Safari gehen. Daher habe ich für unseren Südafrika Roadtrip meine Fotoausrüstung um einen Canon 2x Extender erweitert. Mit dem Extender erhalte ich aus meinem Canon EF 200 mm f2,8 L Teleobjektiv eine effektive Brennweite von 400 mm mit einer durchgängigen Blende von f5,6. Bei gutem Wetter sollte f5,6 mehr als ausreichen. Ich meiner Fototasche hatte ich diesmal nachfolgende Linsen eingepackt:

Canon EF 16-35 mm f4,0 L
Canon EF 24-70 mm f2,8 L
Canon EF 200 mm f2,8 L
Canon 2x Extender III

Da wir auf unserer Reise immer einen eigenen Mietwagen hatten, habe ich mich dazu entschieden das 16-35 mm mit einzupacken. Hätte ich es den ganzen Tag mit mir rumschleppen müssen, dann wäre es die Linse gewesen, die ich zuerst zu Hause gelassen hätte. Da ich auch Nachtaufnahmen und Wasserfälle fotografieren wollte, hatte ich ebenfalls mein Reisestativ mit im Gepäck. Die Fotoausrüstung wurde durch die GoPro Hero 4 Black Edition komplett. Wobei diese diesmal nicht wirklich oft zum Einsatz gekommen ist.