Vietnam Rundreise

Vietnam Backpacking Rundreise für 3 Wochen

Dieses Jahr hat es uns wieder nach Asien verschlagen. Als wir unseren Thailand Trip planten, sind wir immer wieder über Vietnam gestolpert. Es hat uns einfach nicht mehr losgelassen dieses vielseitige Land irgendwann zu bereisen. Und dieses Jahr war es dann soweit – Vietnam wir kommen! Während unseren Planungen wurde uns schnell klar, dass dieses Reiseziel von Fotomotiven nur so strotzt. Den Start unserer Route legten wir in den Süden, so dass wir in Ho-Chi-Minh-Stadt starteten und von dort in Richtung Norden nach Hanoi reisten. Warum wir uns für HCMS als Start entschieden haben? Ganz einfach, weil wir den besseren und günstigeren Flug dorthin gefunden haben. Wir würden jederzeit wieder von Süd nach Nord reisen, auch wenn man sich zu unserer Reisezeit im November im Norden vielleicht ein bisschen besser akklimatisieren kann. Von Hanoi in Richtung HCMS zu reisen bietet sich sicherlich dann an, wenn man noch ein paar Strandtage auf Phu Quoc verbringen möchte. Natürlich waren wir für die Gestaltung unserer Reiseroute wieder sehr darauf bedacht eine gute Mischung zwischen Natur, Kultur und Städtetrip auf die Beine zu stellen. Vietnam bietet so viele Sehenswürdigkeiten, dass man das alles gar nicht in nur drei Wochen bereisen kann. Wir mussten daher leider ein paar Abstriche machen und konzentrierten uns auf die Highlights. 

Unsere Route durch Vietnam haben wir wie folgt zusammengestellt.

Die einzelnen Etappen unserer Vietnam Rundreise

HO-CHI-MINH-STADTCAN THOMUI NEHOI ANHUENINH BINHSA PACAT BAHANOI

In den nächsten Wochen werde ich hier nach und nach unsere einzelnen Etappen beschreiben.

 

Verkehrsmittel zum Reisen durch Vietnam

Da Vietnam zwar ein schmales, aber dafür sehr langes Land ist, muss man sich bei der Reiseplanung natürlich Gedanken darum machen, wie man die großen Entfernungen zurücklegt. Wie kommt man daher in Vietnam eigentlich von A nach B? Hierzu bietet das Land viele Möglichkeiten. Um z. B. vom Flughafen zur ersten Unterkunft zu gelangen, bietet es sich an ein Taxi anzuheuern. Dadurch kann man die ersten Verkehrserfahrungen gemütlich auf dem Rücksitz sammeln und dem Treiben auf den Straßen zusehen. Aber Vorsicht vor manipulierten Taxametern! Auch wir haben leider in Hanoi schlechte Erfahrungen gemacht und haben uns daher meist Taxi- oder Privatfahrer über unsere Unterkünfte organisieren lassen. Im Flughafen haben wir das Taxi an einem der Counter in der Flughafenhalle gebucht, wo man die Fahrt auch direkt bezahlt, hier gab es keinerlei Probleme.

Zum Zurücklegen von langen Strecken kann man entweder mit dem Bus, Schlafbus (Sleeper) oder mit dem (Nacht-) Zug fahren. Als Tourist wird man meist auch für Tagesfahrten in die Sleeper gebucht. Der Schlafbus hat einzelne Liegesitze, die man nach hinten umlegen kann, so dass man relativ komfortabel reisen und schlafen kann, sollte man nicht wesentlich größer als 1,80 m. sein Die Sitze sind in drei Reihen und jeweils stockbettartig angeordnet. In den Sleeper heißt es immer Schuhe aus und wehe man sollte versuchen mit Schuhen einzusteigen, dann wird man sofort vom Busfahrer gerügt.

Der Nachtzug bietet sich an, um zum Beispiel eine Unterkunft in einem Hotel einzusparen und während der Nacht schnell vorwärts zukommen. So haben wir auf sehr langen Strecken immer versucht etwas Zeit gut zu machen. Denn mit nur 3 Wochen Reisezeit bleibt nicht viel Zeit, um zu Trödeln. Die Nachtzüge sind aufgeteilt in normale Wagons mit Sitzen sowie Schlafabteilen.

Schlafzug in Vietnam

Schlafzug in Vietnam

Die Wagons werden in unterschiedlichen Klassen angeboten. Es werden gepolsterte Sitze (Soft Seat), Holzbänke (Hard Seat), Betten im 6er Abteil (Hard Sleeper) sowie Betten im 4er Abteil (Soft Sleeper), angeboten. Um einen angenehmen Platz im Zug oder im Bus zu ergattern, sollte immer ein bis zwei Tage im voraus gebucht werden. Die Plätze sind oft schon frühzeitig ausgebucht. Am bequemsten geht die Buchung online über Baolao.com. Auf den obersten Plätzen im Schlafabteil wird man u. U. dauerhaft von der Klimaanlage penetriert, so dass man schon fast in eine Art Winterschlaf verfällt. Oftmals sind daher die unteren Schlafplätze die beliebtesten und am schnellsten ausgebucht. Um kurze Strecken in der Stadt oder zu Sehenswürdigkeiten zurück zu legen empfiehlt es sich einen Scooter oder ein Fahrrad zu mieten. Die Vermietungen dazu findet man fast an jeder Ecke. Der Scooter sollte vor Fahrtantritt natürlich gründlich gecheckt werden. Nicht selten werden einem Fahrzeuge angeboten, bei denen wie z. B. in unserem Fall, die Vorderbremse ohne Funktion ist. Ansonsten herrscht in Vietnam das geordnete Chaos auf den Straßen. Wenn man sich mal damit angefreundet hat, geht es erstaunlicher Weise ganz gut. Ungeübten Zweiradfahrer würden wir von einer Scootertour eher abraten. 

 
 

Unterkünfte auf unserer Vietnam Rundreise

Die Unterkünfte in Vietnam sind sehr vielseitig. Von einfachen Holzhütten und 12 er Betten in Dorms bis zu luxuriösen Hotels, gibt es wirklich in jeder Preisklasse etwas. Meistens haben wir versucht in einem Guesthouse oder Homestay unterzukommen. So gelangt man schneller in Kontakt mit den Vermietern und erhält vor allem nützliche Tipps für Ausflüge oder die Weiterreise zur nächsten Etappe. Auf unserer gesamten Reise hatten wir nur eine Bleibe, das Nquyen Shack in Can Tho, die wir nicht unbedingt empfehlen würden.

Ho-Chi-Minh-Stadt – Chill Suites

In Ho-Chi-Minh-Stadt sind wir in den Chill Suites untergekommen. Das Hotel ist sehr zentral gelegen. In nur 5 Minuten erreicht man zu Fuß die Backpacker Street (Bui Vien). Die Zimmer waren sehr sauber und modern eingerichtet. Einzig das Fenster zum Treppenhaus nervte ein wenig. Ein Außenfenster hatten wir leider nicht. Das Frühstück bekommt man direkt auf das Zimmer gebracht. (Booking.com*)

Can Tho – Nguyen Shack

Die Unterkunft liegt direkt am Mekong ca. 20 Minuten von Can Tho entfernt. Das Personal war sehr nett und bemüht. Die Mekong-Tour, die wir dort gebucht haben, war sehr gut. Hier war die Lage super, weil wir um 5 Uhr morgens direkt von der Unterkunft in Richtung schwimmende Märkte aufbrechen konnten. Gebucht hatten wir die Unterkunft auf Grund der vielen guten Bewertungen. Ich kann die Bewertungen nicht so ganz nachvollziehen. Die Unterkunft war die Schlechteste unseres ganzen Urlaubs und noch dazu die Teuerste. Die Bambushütte war sehr offen und provisorisch, unsere Tür schloss nicht richtig und wir hatten häufiger mal Besuch von der Katze. Es war dadurch natürlich alles feucht und klamm. Außerdem hatten wir nach dem Aufenthalt dort Stiche bzw. Bisse – ich gehe stark davon aus, dass es sich um Bettwanzenstiche handelte. Das Preis- Leistungs-Verhältnis stimmt hier einfach nicht. (Booking.com*)

Mui Ne – Full Moon Beach Resort

Das Full Moon Beach Resort war eines unserer schönsten Unterkünfte auf unserem Trip. Die Hotelanlage samt großem Pool ist sehr schön angelegt. Das Hotel hat einen privaten Zugang zum Meer, welchen wir jedoch auf Grund der hohen Wellen nicht nutzen konnten. Die Hotel Angestellten waren bei unseren Planungen sehr hilfreich und engagiert. Das Hotel ist zentral in Mui Ne gelegen. (Booking.com*)

Hoi An – D Central Hoi An Homestay

Die Unterkunft liegt im Gegensatz zu den meisten anderen sehr zentral und man ist in 5 Minuten in der Altstadt von Hoi An. Durch diese zentrale Lage, ist es ab und an mal etwas lauter, aber das war nicht wirklich dramatisch. Die Zimmer sind mit einer Klimaanlage ausgestattet und sehr schön eingerichtet. Die Vermieterin Susan war sehr nett und hilfsbereit und spricht sehr gut Englisch. Wir würden wieder hierher kommen. (Booking.com*)

Hue – Orchid Hotel

Unser Zimmer war sehr schön ausgestattet und verfügte über eine Klimaanlage, einen Wasserkocher und einen Kühlschrank. Das Personal war sehr nett und aufmerksam und wir durften vor unserer Abreise im Nachtzug noch einmal duschen. Das Frühstück war eines der besten in unserem Urlaub, vor allem die große Auswahl an Obst war toll. (Booking.com*)

Ninh Binh – Tam Coc Friendly Homestay

Die Vermieter des Tam Coc Friendly Homestay sind sehr freundlich und zuvorkommend. Das Homestay ist nur wenige Gehminuten von der Bootsanlegestelle und dem Zentrum entfernt. Die Zimmer waren sehr sauber und vor allem super geräumig. Leider hatten wir keinen Kühlschrank. Hier gibt es sonst nichts zu bemängeln. (Booking.com*)

Sa Pa – Sapa Garden Hotel

Das Sapa Garden Hotel ist ein sauberes und gut gelegenes Hotel. In ca. 10 Minuten gelangt man zu Fuß ins Zentrum. Das Hotel ist sehr darauf bedacht Ausflüge und Guides für Wanderungen zu vermitteln. Zum Vorteil ist hier die Klimaanlage, die man zum Heizen der Räume verwenden kann. In Sapa kann es schonmal ziemlich kalt werden. Das Frühstücksbuffet wird im Schwesternhotel (Sapa Dragon Hotel) gegenüber serviert. (Booking.com*)

Cat Ba – Central Homestay

Das Central Homestay ist eine frisch renovierte Unterkunft mit einem sehr freundlichen Vermieter. Abends werden die Gäste zu einem selbst zubereitetem vietnamesischen Abendessen eingeladen. Wer möchte, kann den Abend mit dem Vermieter und dem ein oder anderen Gläschen Reiswein ausklingen lassen. Das Essen samt Reiswein geht aufs Haus. (Booking.com*)

Hanoi – Hanoi Balcony Homestay

In Hanoi haben wir uns ein Zimmer im Hanoi Balcony Homestay gemietet. Zunächst ist es etwas schwierig den Eingang zu finden, da dieser durch eine Boutique geht. Hat man diese Hürde genommen, gelangt man in ein sehr schönes Haus mit einer super freundlichen Vermieterin. Die Zimmer waren geräumig, sauber und verfügten über eine Klimaanlage. (Booking.com*)

 

Fotografieren in Vietnam

Das Fotografieren von Menschen und Einheimischen gestaltet sich in Vietnam ziemlich einfach. Oftmals reicht ein kurzer Blickkontakt und ein Handzeichen, um die Genehmigung des zu Fotografierenden einzuholen. Hier merkt man schnell, dass es die Bevölkerung in Vietnam gewohnt ist von Touristen fotografiert zu werden. Wird jedoch keine Zustimmung erteilt, so sollte das respektiert und der Wunsch gewährt werden. Das Fotografieren von militärischen Objekten sowie Uniformierte ist strengstens verboten. 

Reisfelder in Sapa

Reisfelder in Sapa

Meine Fotoausrüstung für Vietnam

Vietnam bietet neben der spannenden Streetfotografie in den Städten und Metropolen vor allem auch Highlights in der Landschaftsfotografie. Durch diese Vielseitigkeit entschied ich mich neben der Sony A7 III Kamera* ein Weitwinkel Objektiv (Canon 16-35 mm f4.0 L IS USM*) für Landschaftsaufnahmen und ein Objektiv mittlerer Brennweite (Canon 24-70mm f2.8 L II USM*) für die Streetfotografie im Gepäck zu haben. Für die nächtlichen Streifzüge habe ich mich für ein lichtstarkes 50 mm Objektiv entschlossen (Canon EF 50 f1.8 STM*). Das Objektiv ist super leicht und vor allem unauffällig. Sollten uns ein paar Tiere vor der Linse springen, habe ich dazu mein Teleobjektiv, das Canon EF 200 mm f2.8 L II USM* mit dabei. Mein GoPro hatte ich diesmal nur als Selfiecam auf dem Scooter im Einsatz. Für mich war dieses Kamera-Objektiv-Paket optimal und lies keine Wünsche offen. 

 

Flüge nach Vietnam

Sucht man nach Flügen nach Vietnam, dann werden einem die üblichen Verdächtigen Airlines angeboten. Emirates, ThaiAir, Ethihad, um nur einigen zu nennen. Wir haben uns diesmal für Vietnam Airlines entschieden. Die einheimische Airline bietet von Frankfurt am Main aus als einzige Direktflüge an, so dass wir in ca. 11-12 Stunden den Zielflughafen Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) erreicht haben. Diesmal buchten wir unsere Flüge über Kiss & Fly. Bereits bei der Buchung mussten wir die Auswahl unserer Gerichte während des Fluges auswählen. Das vegetarische Gericht wurde leider auf der Hin- und Rückreise vergessen bzw. ist diese Information vom Reiseanbieter nicht bis zur Airline durchgedrungen. Ansonsten klappte alles reibungslos. 

Visum für Vietnam

Mit einem deutschen Pass kann man für 15 Tage ohne Visum nach Vietnam Reisen. Wichtig ist, dass der Reisepass vor Reiseantritt noch mindestens 6 Monate gültig ist und seit der letzten Ausreiße aus Vietnam mindestens 30 Tage vergangen sind. Sollte man einen längeren Aufenthalt als 15 Tage für eine Vietnam Reise planen, wird ein Visum benötigt. Da auch wir die 15 Tage Grenze überschritten hatten, musste wir uns um ein Visum kümmern. Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen kann man ein e-Visum beantragen oder das Visum über die vietnamesische Botschaft bzw. das Generalkonsulat beschaffen. Da wir in der Nähe von Frankfurt am Main wohnen und zeitlich etwas knapp dran waren, haben wir uns für das Generalkonsulat in Frankfurt entschieden. Auf deren Homepage muss das Formular zur Visabeantragung ausgefüllt werden. Dieser ausgefüllte Antrag muss anschließend inklusive einem Passfoto, dem originalen Reisepass, einem frankierten Rückumschlag für Einschreiben und der Visagebühr in Bar zum Generalkonsulat geschickt werden. Wir durften als Visagebühr 65 € bezahlen. Da diese Gebühr jedoch gelegentlich angepasst wird, empfehle ich diese zuvor bei der Botschaft oder dem Generalkonsulat telefonisch zu erfragen. Auf Grund des engen Zeitfensters bis zum Reiseantritt haben wir den Antrag persönlich in Frankfurt abgeliefert. Nach einer knappen Woche wurde uns das Visa noch rechtzeitig, zur Antritt unseres Vietnam Trips, zu gestellt.

Informationen zum Vietnam Visum findet man auf der Seite des Generalkonsulats oder auf der Seite der vietnamesischen Botschaft.

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